Das Schulsystem in Hamburg

Schulstruktur

Das Hamburger Schulsystem unterteilt sich in die Grundschule und anschließend daran in zwei Arten von weiterführenden Schulen. Der Beginn der Schullaufbahn jedes Kindes ist der Besuch der Grundschule, welche im Regelfall nach vier Jahren abgeschlossen ist. Nach dem Absolvieren der vierten Klasse besteht die Entscheidungsfreiheit, ob das Kind seinen weiteren Bildungsweg auf einer Stadtteilschule oder einem Gymnasium fortführt.

Diese freie Schulwahl ist allerdings nur dann gewährleistet, wenn genügend Plätze auf der gewünschten Schule vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, entscheidet zum einen die Distanz zwischen Wohnort und Schule darüber, wer einen Platz bekommt. Des Weiteren haben weitere Geschwisterkinder auf der Wunschschule einen positiven Einfluss darauf, ob der jeweilige Platz an das Kind vergeben wird.
Insgesamt sind in Hamburg 58 Stadtteilschulen und 60 Gymnasien vorzufinden.

Bei beiden Auswahlmöglichkeiten sind sowohl alle Abschlüsse der Sekundarstufe 1 und 2 sowie das Abitur möglich. Der einzige zeitliche Unterschied besteht darin, dass die Stadtteilschule nach erst neun Jahren zur allgemeinen Hochschulreife führt und das Gymnasium bereits nach acht Jahren. Der Abschluss der Sekundarstufe 1, also der erste allgemeinbildende Schulabschluss, wird nach einer Gesamtzeit von neun Jahren erreicht, der mittlere Schulabschluss hingegen erst nach zehn Jahren.

gesamtschule-hamburg-klassenzimmer

Unterschiede zwischen Stadtteilschulen und Gymnasien

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Schulformen keine besonderen Unterschiede aufzuweisen. Dies täuscht allerdings, da sich die Stadtteilschulen und Gymnasien intern stark unterscheiden.

Der Unterricht der Stadtteilschulen bietet zusätzlich eine vermehrte berufliche Orientierung, welche bei den Gymnasien geringer ausgeprägt ist. Die Gymnasien hingegen haben einen anderen Aufbau der fünften und sechsten Klassen, da diese als pädagogischer Komplex die Beobachtungsstufe bilden und dort individueller auf die Schüler eingegangen wird.

Im Hinblick auf die Wochenstunden der jeweiligen Schulform unterscheiden sich diese ebenfalls. In der Stadtteilschule werden für jede Jahrgangsstufe mindestens 30 Unterrichtseinheiten mit einer Länge von 45 Minuten vorausgesetzt. In den Hamburger Gymnasien hingegen unterscheiden sich die vorgegebenen Unterrichtsstunden je nach Jahrgangsstufe. In der fünften Klasse sind dabei 30 Unterrichtsstunden vorausgesetzt, in der sechsten Klasse bereits 31 Unterrichtseinheiten mit jeweils 45 Minuten Dauer. In allen folgenden Jahrgangsstufen werden an den Gymnasien höchstens 34 Einheiten unterrichtet.

Besonderheiten bei Schülern mit speziellen Lernvoraussetzungen

Schüler und Schülerinnen mit besonderen Lernvoraussetzungen oder Behinderungen haben ebenfalls freie Auswahl darüber, ob und welche Regelschule sie besuchen wollen.

Die Stadt Hamburg bietet außerdem Sonderschulen an, bei denen Kinder mit beispielsweise sonderpädagogischem, geistlichem oder körperlichem Förderungsbedarf entsprechenden Unterricht erhalten. Durch diese Möglichkeit wird gewährleistet, dass bei den betroffenen Schülern die individuellen Entwicklungsprozesse unterstützt und bestmöglich gewährleistet werden.

gesamtschule-hamburg-kinder

 


 

You may also like